
Nach 16 Jahren kontinuierlicher Arbeit feierte die Gemeinschaft von ASE San Fernando mit Musik und großer Freude die Einweihung ihres neuen Gemeindezentrums. Der neue Ort steht mehr als 100 Nachbarinnen und Nachbarn im Norden des Großraums Buenos Aires offen.
Am Sonntag, den 21. September, wurde der neue Sitz der Gemeinschaft von San Fernando offiziell mit einem offenen Fest eingeweiht – geprägt von Musik, Dankbarkeit und gemeinsamer Freude.
„Es ist die konkrete Umsetzung einer Art, Kirche als präsente Kraft in der Gemeinschaft zu leben. Dass wir hier, auf der Straße, feiern, zeigt eine Kirche, die sichtbar wird und öffentlich Zeugnis von ihrem Glauben ablegt“, betonte Leonardo Schindler, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche am La Plata (IERP).

Nicolás Rosenthal, Geschäftsführer von Hora de Obrar, fasste die Stimmung der Anwesenden zusammen: „Wir wünschen uns, dass dieses Haus weiter wächst und dass Gott diese Arbeit begleitet.“
Auch Pfarrer Sabino Ayala hob die Bedeutung des neuen Hauses hervor und erinnerte an den langen gemeinschaftlichen Weg: „Ein eigenes Haus zu haben bedeutet, dass die Gemeinschaft weiß: Wir werden immer da sein.“
Von Treffen auf dem Platz zum eigenen Haus
Die Geschichte von ASE begann im Jahr 2008, als die Evangelische Kirche am La Plata die Gründung einer Gemeinde in San Fernando beschloss. Zunächst traf sich die Gemeinschaft auf öffentlichen Plätzen und in Privathäusern, später in angemieteten Räumen. Im Jahr 2012 entstanden Musikworkshops, aus denen die heutige Orchester- und Ensemblearbeit hervorging – bis heute das Herzstück der Gemeinschaft.
Mit dem eigenen Haus erhält nun eine lebendige, wachsende Gemeinschaft einen festen Ort: 45 Kinder und Jugendliche musizieren regelmäßig, weitere nehmen an Keramikworkshops, schulischer Unterstützung und Familienangeboten teil. Insgesamt sind heute mehr als 100 Personen Teil der Acción Social Ecuménica (ASE).

Das neue sichere Gemeinschaftszentrum befindet sich an der Ecke Urquiza und Italia, wenige Blocks von der Ruta 202 entfernt. Es verfügt über eine Küche, einen Innenhof, Proberäume sowie Lagermöglichkeiten für Instrumente und Materialien. Geöffnet ist das Haus von Montag bis Samstag ab 16 Uhr.
„Es erfüllt uns mit Stolz zu sehen, wie die Gemeinschaft wächst“, sagte Yessica González, Vorsitzende der Gemeinschaft San Fernando. „Ich wünsche mir, dass wir viele Kinder aufnehmen können, die Unterstützung brauchen, und dass sie wissen: Hier – wie es unser Leitspruch sagt – ist ein anderer Ort möglich.“
Solidarität, die Träume Wirklichkeit werden lässt
Der Kauf des Hauses wurde möglich durch die Unterstützung der evangelischen Kirchen in Westfalen und Baden, die begleitende Unterstützung der IERP sowie von Hora de Obrar.Von San Fernando aus träumt die Gemeinschaft davon, im Stadtteil noch bekannter zu werden, und lädt Familien ein, diesen neuen Ort der Begleitung und Stärkung kennenzulernen. ASE ist heute Ausdruck einer diakonischen, prophetischen und inklusiven Gemeinschaft, die mit Dankbarkeit und Hoffnung den Aufbau dieses neuen Zuhauses feiert.
